Coronabrief des Bürgermeisters an die Bürger

Portrait BGMLiebe Bürgerinnen und Bürger,

vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihre Hilfe und Unterstützung in dieser für uns alle sehr schwierigen Lage!

Wer hätte vor einigen Wochen gedacht, dass der Corona-Virus so schnell und so hart unser Leben und unseren Alltag auf den Kopf stellt bzw. so drastisch einschränkt?

Keiner von uns!

Ich kann mich noch gut an Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern bei Treffen, Veranstaltungen oder Geburtstagen in den letzten Wochen erinnern. Das Thema war präsent, aber alle waren zuversichtlich und voller Hoffnung, dass der Virus uns nicht so hart treffen wird. Eventuell müssen wir mit kleinere Einschränkungen rechnen, aber dass wir nun kurz vor einer Ausgangssperre stehen, damit rechnete niemand.

Die Lage hat sich nun leider sehr schnell verschärft und aktuell stellen sich uns viele Fragen. Wir werden vor Herausforderungen gestellt, die man sich nie hätte vorstellen können. Das trifft Sie im beruflich aber auch im privaten Umfeld genauso hart wie uns als Behörde und Familie.

Der Corona-Virus und seine Folgen bestimmen gerade unseren Tagesablauf und haben uns fest im Griff. Für viele von uns ist es eine Zeit der Ungewissheit aber auch der Sorge.

Eine Situation auf die wir uns erst einstellen müssen, gerade auch auf die Spirale der Einschränkungen und Verbote durch die „Corona-Verordnung“ und deren immer weitere Verschärfung der letzten Tage. Diese haben zum Teil tiefgreifende Folgen für viele von uns und es stellt sich hier oft die Frage:

Was kommt noch alles auf uns zu?

Kommt die Ausgangssperre?

Ich kann Ihnen leider diese Fragen aktuell nicht beantworten und auch uns stellen sich diese Fragen im Krisenstab aber auch privat in der eigenen Familie.

Es ist schwer mit dem umzugehen, was gerade passiert und es ist schwierig sich daran zu gewöhnen. Gerade auch diese Situation unseren Kinder zu erklären und sie zur Disziplin und Einhaltung des Kontaktverbotes aufzufordern. Aber auch für unsere Eltern, Großeltern und unseren gesundheitlich vorbelasteten Menschen ist es schwierig, damit zurecht zu kommen. Gerade wenn man die täglichen Meldungen aus unseren Nachbarländern hört, überkommt uns eine Unsicherheit.

Von daher ist es wichtig, dass wir uns alle Fragen, was jeder einzelne von uns dazu beitragen kann, dass wir es noch rechtzeitig schaffen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Jeder einzelne von uns kann und muss seinen Beitrag zum Wohl der Allgemeinheit leisten.

Mein Aufruf an alle: Halten Sie sich bitte an die geltenden Regeln. Fahren Sie direkte Kontakte zu anderen Menschen auf das notwendige Maß herunter. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Zu anderen Personen ist im öffentlichen Raum, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Gefährden Sie niemanden durch eine zu sorglose Haltung. Der Virus hat eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen. D.h. viele wissen nicht, dass Sie den Virus in sich tragen und andere damit infizieren können. Das ist dann zwar keine böse Absicht, aber es passiert. Gehen sie nicht sorglos mit den Einschränkungen um. Niemand ist stolz darauf, dass wir diese brauchen. Aber sie sind absolut notwendig.

Sie tragen mit Ihrem Verhalten aktiv dazu bei, die Ausbreitung zu verlangsamen und zeigen damit, dass Sie Ihren persönlichen Beitrag zur Bekämpfung des Virus leisten.

Keltern ist eine Gemeinde, deren Bürger schon immer zusammengehalten haben und für einander da waren. Dies ist nun wichtiger denn je. Helfen Sie Ihren Nachbarn und den Risikogruppen, schenken Sie einfach ein Lächeln oder aber unterstützen Sie einfach nur durch Ihren Einkauf bzw. Ihre Bestellung die örtlichen Gewerbetreibenden und Gastronomen.

Der Krisenstab im Rathaus ist ebenfalls bemüht, Sie zu unterstützen, Ihnen wo es möglich ist entgegenzukommen und Sie mit aktuellen Informationen zu versorgen.

SOLIDARITÄT, muss in dieser Zeit groß geschrieben werden und ist wichtiger denn je!

Von daher lassen Sie uns gemeinsam weiter gegen den Virus vorgehen und mit kleinen Gesten und Wertschätzungen uns gegenseitig aufmuntern. Egoismus, Diffamierungen und gegenseitige Missachtung ist in dieser Situation nicht angebracht und kontraproduktiv. Lassen Sie uns positiv denken und handeln!

Lieber Bürgerinnen und Bürger,

ein ganz herzliches Dankeschön für Ihr Verständnis, Ihre Hilfe und Ihren persönlichen Einsatz in dieser schweren Zeit. Jede noch so kleine Geste, Hilfe und Wertschätzung hilft uns allen und gibt ein gutes Gefühlt.

Vielen Dank dafür, dass Sie die Einschränkungen und Verbote akzeptieren, auch wenn es für uns alle schwer ist, doch nur so können wir ggf. eine drohende Ausgangssperre vermeiden.

Machen Sie es gut und vor allem bleiben Sie weiterhin gesund!

Ich wünsche Ihnen viel Kraft für die kommenden Tage und Wochen.

Ihr

Steffen Bochinger mit seinem Krisenstabteam

FAQs – Häufig gestellte Fragen

Jeder Link bietet Ihnen Antworten zu den unterschiedlichsten Fragestellungen in Bezug auf die Corona-Pandemie. Wir hoffen, dass Sie hier zufriedenstellende Antworten auf die Sie bewegenden Fragen erhalten:

FAQs des Robert Koch Instituts

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

FAQs des Bundesministerums des Innern

Hier finden Sie Antworten auf Fragen zu den Themen: Allgemeine Situation, Öffentliches Leben, Soziale Kontakte, Reisebeschränkungen/Grenzkontrollen, Private Vorsorge/Vorräte und Migration

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/bevoelkerungsschutz/coronavirus/coronavirus-faqs.html

Flyer des RKI

Für Patienten und Angehörige - Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Flyer_Patienten.pdf?__blob=publicationFile

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